Photovoltaik-Anlage 2026: Ab wann rechnet sich das Dach?
PV-Anlage Kosten, Ertrag und Amortisation berechnen. Mit interaktivem Rechner für deine individuelle Dach-Situation.
Ergebnisse
Anlagengröße
8.0 kWp
ca. 11.200 € Investition
Jahresertrag
7.600kWh
Ersparnis / Jahr
1.229€
Amortisation
9.1Jahre
Gewinn (20 J.)
13.378€
Ertragsaufteilung
Photovoltaik ist 2026 so günstig wie nie zuvor. Die Modulpreise sind seit 2022 um über 50 % gefallen, gleichzeitig bleibt der Strompreis hoch. Aber ab wann rechnet sich eine PV-Anlage auf dem eigenen Dach wirklich?
Was eine PV-Anlage 2026 kostet
Die Kosten für eine schlüsselfertige PV-Anlage liegen 2026 bei 1.100 bis 1.600 Euro pro kWp inklusive Montage. Ein durchschnittliches Einfamilienhaus mit 10 kWp kostet damit zwischen 11.000 und 16.000 Euro. Mit Batteriespeicher kommen nochmal 4.000 bis 8.000 Euro dazu.
| Anlagengröße | Kosten ohne Speicher | Kosten mit Speicher | Ertrag pro Jahr |
|---|---|---|---|
| 5 kWp | 6.500 - 8.000 € | 11.000 - 14.000 € | ca. 4.750 kWh |
| 10 kWp | 11.000 - 16.000 € | 16.000 - 22.000 € | ca. 9.500 kWh |
| 15 kWp | 16.000 - 22.000 € | 21.000 - 28.000 € | ca. 14.250 kWh |
Die Preise variieren je nach Region, Dachbeschaffenheit und gewählten Modulen. Seit 2023 entfällt die Mehrwertsteuer auf PV-Anlagen bis 30 kWp vollständig.
Ertrag und Eigenverbrauch
In Deutschland erzeugt eine PV-Anlage durchschnittlich 900 bis 1.100 kWh pro kWp und Jahr. Süddachflächen mit 30 Grad Neigung liefern die besten Werte. Ost-West-Dächer erreichen etwa 85 % davon, verteilen den Ertrag aber gleichmäßiger über den Tag.
Der entscheidende Faktor ist der Eigenverbrauchsanteil. Ohne Speicher nutzt ein typischer Haushalt etwa 25 bis 35 % des erzeugten Stroms selbst. Mit Batteriespeicher steigt dieser Wert auf 60 bis 80 %. Nur der selbst verbrauchte Strom spart die vollen Stromkosten von rund 0,36 Euro/kWh.
Ein Batteriespeicher lohnt sich besonders, wenn du tagsüber wenig zu Hause bist. Je höher dein Eigenverbrauch, desto schneller amortisiert sich die gesamte Anlage.
Einspeisevergütung und Förderung
Die Einspeisevergütung für neue Anlagen bis 10 kWp liegt 2026 bei rund 8,0 Cent/kWh. Für den Anteil über 10 kWp sind es etwa 7,5 Cent/kWh. Die Vergütung sinkt halbjährlich um 1 %. Überschussstrom bringt also deutlich weniger als eingesparter Netzbezug.
Zusätzlich bietet die KfW zinsgünstige Kredite für PV-Anlagen und Speicher. Einige Bundesländer und Kommunen gewähren Zuschüsse, besonders für Batteriespeicher. Es lohnt sich, regionale Förderprogramme zu prüfen.
Typische Amortisation
Eine 10-kWp-Anlage ohne Speicher amortisiert sich bei guten Bedingungen in 8 bis 11 Jahren. Mit Speicher verlängert sich die Amortisation auf 10 bis 14 Jahre, dafür steigt die Gesamtersparnis über die Lebensdauer erheblich.
Über 25 Jahre Laufzeit erwirtschaftet eine 10-kWp-Anlage typischerweise 20.000 bis 35.000 Euro an eingesparten Stromkosten und Einspeisevergütung. Nach der Amortisation produziert die Anlage quasi kostenlosen Strom.
Mit dem Rechner oben kannst du deine individuelle Situation durchrechnen. Gib Dachfläche, Ausrichtung und Stromverbrauch ein, um deine persönliche Amortisationszeit zu ermitteln.
Fazit
Eine PV-Anlage auf dem Eigenheim ist 2026 eine der besten Investitionen in Sachen Energiekosten. Die gesunkenen Modulpreise, der Wegfall der Mehrwertsteuer und hohe Strompreise sorgen für Amortisationszeiten unter 12 Jahren. Danach spart die Anlage jedes Jahr 1.000 bis 2.000 Euro. Wer ein geeignetes Dach hat, sollte nicht zu lange warten, denn die Einspeisevergütung sinkt kontinuierlich.